IM BAU  Galerie Links Duflon & Racz  Bern  Oktober 2007

Material: Plexiglas, Profile, Neons, Beton
Maße: L.: variabel, B.: 10cm, H.: 50cm, Lichte H.:

Zunächst war ich vom Ausstellungsraum wenig begeistert, denn er war durch einen kastenartigen Einbau eigentlich schon besetzt, der, nach dem Konzept der Galerie, auch Teil der Ausstellung sein sollte.

Das verbleibende Innere wird zur Rückseite, zu einem Hinterraum; unwillkürlich habe ich mich an die Resträume erinnert gefühlt, in denen das Putzpersonal während der Pausen versucht, es sich gemütlich zu machen. Zum Beispiel an Weihnachten – haben Sie schon einmal eine Weihnachtsfeier in einem solchen „Personalraum“ mitgemacht? Die Erinnerung an diese Atmosphäre hatte ich während des Aufbaus ständig im Hinterkopf.

Ich fand es dann naheliegend, auch den Raum hinter der Galerie, in dem sich Waschbecken und Toilette befinden, für meine Arbeit zu öffnen. So konnte ich die Ausstellungsfläche vergrössern und die „abseitige“ Atmosphäre verstärken.

Thema ist des Licht. Durch den ganzen verfügbaren Raum zieht sich ein 50cm hohes Band aus Plexiglasplatten, genau in der Mitte der Raumhöhe. Dieses Band verwandelt das Licht der einzelnen im Raum verteilten Neonröhren in einen beweglichen Strahl, der sich durch alle Teile der Skulptur hindurchzieht und sich ins Unendliche fortsetzen könnte. Das sichtbare Licht der Skulptur steht somit im Gegensatz zur Beengtheit im Raum.

Die konstruktiven, stützenden Teile sind absichtlich roh und baustellenartig und geben der ganzen Arbeit einen aggressiven Klang.