BdrV /01

Material: Beton Gehwegplatten, Eternit, Winkeleisen, Gitterzaun.

Maße: Grundfläche: L.: 510cm, B.: 330cm, T.: 30cm;

Bau L.: 360cm, B.: 130cm, H.: 180cm

 

Zuerst stach mir der Platz ins Auge, weil er mich an die heiligen Haine erinnerte, die man aus den Bildern der Deutschrömer kennt, vor allem Böcklin. Eine freistehende oder sich hervorhebende Baumgruppe, z.B. von Pappeln; und darin ein Altar, ein Grabstein oder ähnliches. Dieser Eindruck auf einem zugmüllten Gelände gefiel mir gut und ich versuchte, ihn mittels skulpturalen Eingriffs zu intensivieren.

In einem umzäunten, gegen die Bäume abgegrenzen Bereich, liegt in einer um 30cm abgesenkten Vertiefung ein simpler Quader, zu dem einige Stufen hinunterführen. Die Grundfläche ist mit 30x30cm Gehwegplatten ausgelegt, die als Maßeinheit für die gesamte Skulptur dienen. Ich habe diese simple Form gewissermaßen gespickt mit Elementen, die ich bei technischen Bauwerken gesehen habe, ein leicht hervortretendes Betonelement, ein schwebendes Dach, eine Tür die sich nicht öffnen lässt, eine Röhre deren Sinn man nicht verstehen kann. Alle Elemente verweisen aufs Innere, ohne aber einen Einblick zuzulassen. Es könnte ein Sarkophag sein oder ein Stromkasten, von beidem steckt etwas darin.

 

Aufbau